Aktuelles für DGW-Mitglieder und Sammler

Vorschau

Geplante Termine 2023
Hinweis: Informieren Sie sich bitte vor Beginn der Veranstaltungen auf der Webseite des DGW oder des jeweiligen Veranstalters, ob diese Treffen stattfinden.

25. Februar 2023
DGW-Tagung in Zeuthen bei Berlin *
Vortrag: Rainer Geike:
„Kupons auf Geldscheinen & Kupon als Bezeichnung für Geldscheine“
06. Mai 2023
DGW-Tagung in Zeuthen bei Berlin *
Vortrag: noch offen
02. September 2023
DGW-Tagung in Zeuthen bei Berlin *
Vortrag: noch offen
25. November 2022
DGW-Tagung in Zeuthen bei Berlin *
Vortrag: noch offen
* Hinweis zu den Sammlertreffen des DGW:
Die Treffen finden in den Räumen der Firma ARTEMON, 15738 Zeuthen, Goethestraße 24 statt. Das ist im Süden Berlins, in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofes Zeuthen, Parkplätze sind vorhanden. Einlass ist ab 9 Uhr, Beginn um 10 Uhr. Eingeladen sind alle DGW-Mitglieder, aber auch interessierte Gäste.

(12/2022)

News

19. November 2022, 10 Uhr: DGW-Sammlertreffen

Am Samstag, den 19. November 2022 fand das letzte DGW-Treffen vor Weihnachten in diesem Jahr statt. Dazu hat der DGW-Vorstand alle Mitglieder des DGW e.V. aber auch interessierte Gäste eingeladen. Die Teilnehmer trafen sich wie gewohnt ab 9 Uhr in Zeuthen bei Berlin im Schulungsraum der Firma ARTEMON. Beginn der Veranstaltung war um 10 Uhr.

Zu Beginn hielt Rainer Geike einen Vortrag zum Thema „Lebensmittelmarken“. Vorgestellt wurden die im Zeitraum von 1945 bis 1958 verwendeten Lebensmittelkarten bzw. Lebensmittelmarken (Rationierungsbelege) für Berlin bzw. die SBZ/DDR.
Schwerpunkte des Vortrages waren der ungeheure Verwaltungsaufwand bei der Ausgabe und Verwendung der Lebensmittelkarten inkl. der Abrechnung durch die Händler, die vielen verschiedenen Kategorien von Lebensmittelkarten (entsprechend Arbeitsverhältnis, Alter des Kindes usw.) sowie die mehrfachen Änderungen der Gruppeneinteilung und der zugeteilten Lebensmittel. Dazu erstaunten die teils großen Unterschiede bei der Zuteilung zwischen den Einwohnern von Berlin, Großstädten und Kleinstädten/Gemeinden. Für die völlige (inhaltliche) Neugestaltung der Lebensmittelkarten im Dezember 1949 und die Abschaffung der Lebensmittelmarken im Sommer 1958 zeigte Rainer Geike zusätzlich Zeitungsausschnitte und Ausschnitte aus der Verordnung. Abschließend wies der Vortragende noch auf die Rationierungsbelege für Industriewaren hin. Als Beispiele für über das Jahr 1958 hinaus existierende Belege zeigte er Kohlenkarten und Karten für Bergmanns-Schnaps. In der anschließenden Diskussion konnten einige Teilnehmer den Vortrag mit eigenen Erlebnisse aus der Kindheit ergänzen.

Dann standen vereinsinterne Themen auf der Tagesordnung. Unter anderem wurden die DGW-Termine für das Jahr 2023 festgelegt (siehe geplante Termine 2023). Außerdem berichtete Matthias Wühle über eine Anfrage der Sächsischen Zeitung zu Cassa-Billets und einem Interview. Das Interview sowie einleitende Worte von Matthias Wühle dazu können Sie hier im Nachdruck – mit freundlicher Genehmigung von Karin Großmann und der Sächsischen Zeitung nachlesen.

Unser DGW-Mitglied Alfred Dießner stellte seinen Katalog „Billionenscheine - Die Ausgaben der deutschen Reichsbank und die Notausgaben der Hochinflation 1923/1924“ vor. Er bedankte sich bei bei den vielen Sammlern für die Zuarbeiten und die Unterstützung. Der Katalog ist im November 2022 bei RBnumisbooks erschienen (RBCurrency). Weitere Informationen finden Interessierte auf der DGW-Webseite unter Publikationen - unserer Mitglieder.

Außerdem nutzten die anwesenden Sammler das Treffen zum Tausch und für Gespräche über ihr Sammelgebiet.

(11/2022)

250 Jahre Papiergeld

Dr. Matthias Wühle


Der Siebenjährige Krieg hatte Sachsen verwüstet. Die Finanzen waren – unter anderem auch durch die katastrophale Finanzpolitik des Grafen Heinrich von Brühl, ein Protegé Augusts des Starken – zerrüttet. Armut und Elend prägten die Landstriche, als Kurfürst Friedrich August III. das Ruder an sich riss und – nach Entlassung Brühls – die sächsische Finanzpolitik wieder auf solide Füße stellte. Ein Meilenstein dafür sollte das Gesetz zur Einführung der Kassenbilletts aus dem Jahr 1772 sein: Der Grundstein moderner Geldpolitik war gelegt. Diese basiert auf dem Grundsatz, dass erst die weite Verbreitung von Banknoten Investitionen im großen Stil ermöglichen, besonders wenn diese die bisherigen Beträge überschritten, die man üblicherweise in der Lage war, mittels Kurantmünzen zu bezahlen, deren Wert und Umfang naturgemäß durch Edelmetall begrenzt gehalten war.

Es ist auch die Geburtsstunde des sogenannten „Fiat-Geldes“ („erzeugtes Geld“, im Sinne von „ungedecktem Geld“), das bis heute zu faszinieren vermag, und Anhänger wie auch erbitterte Gegner gefunden hat. Dabei waren die ersten sächsischen „Cassen-Billets“ (so die offizielle Bezeichnung) durchaus nicht „ungedeckt“. Denn die Geldmenge war streng kontrolliert und durch Münz-Schatz wie durch Steuereinnahmen gedeckt. Der Verwender dieser Cassen-Billets konnte – und musste – darauf vertrauen, dass den Banknoten stets ein ausreichender Warenwert gegenüberstand. Dafür bürgten etwa der „Commissarius“ Detlef Graf von Einsiedel und als „Buchhalter“ Friedrich von Watzdorf per eigenhändiger Unterschrift, direkt auf der Banknote, die damit den Charakter einer Urkunde trug. Die Unterschriften darauf waren echt und keinesfalls Faksimile wie die Unterschrift von Christine Lagarde auf den heutigen Euro-Scheinen. Cassen-Billets sind echte Urkunden.

Genau 150 Jahre später – 1922 – wurden die Sachsen ebenso wie alle anderen Bewohner Deutschlands Zeugen, wie dieses Vertrauen durch die Reichsregierung missbraucht wurde, die die Inflation als probates Mittel ansahen, sich den französischen Reparationsforderungen zu entziehen (und das durchaus mit Erfolg). Man kann sagen, dass 1922/1923 eine Art Urvertrauen zerstört wurde; eine Störung, die bis heute anhält. Denn bis heute fürchten Deutsche Sparer nichts so sehr wie das Abschmelzen ihrer Ersparnisse durch Inflation und gelten darum (etwa anders als der angelsächsische Wirtschaftsraum) als besonders konservative Sparer.

Die sächsischen Cassen-Billets hatten bis 1876 Bestand, als sie im Zuge der Reichsbankreform durch die Mark abgelöst wurden. 250 Jahre nach Einführung der ersten Banknoten der Wirtschaftsgeschichte kann man eine positive Bilanz ziehen: Trotz zahlreicher Krisen hat sich das Papiergeld bis heute halten können. Seine Stabilität wird einerseits erneut durch Inflation bedroht, andererseits wird auch die Abschaffung des Bargeldes diskutiert. Es soll komplett durch digitale Varianten ersetzt werden. Dennoch: Das Papiergeld hat die deutsche Hochinflation und mehrere Kriege überlebt. Es wird auch diese Krisen und Reformvorhaben überstehen.

Die Journalistin Karin Großmann hatte diesem großartigen Beitrag zur deutschen Wirtschaftsgeschichte in der „Sächsischen Zeitung“ vom 12./13. November einen Artikel gewidmet. Im Anschluss daran führte sie mit mir ein Gespräch über den Umgang mit Geld und dem Sammeln alter Banknoten. Als äußerer Anlass für dieses Gespräch diente mein Geburtsort Leipzig: Für mich von untergeordneter Bedeutung – für die Sächsische Zeitung die ersehnte Verbindung zur Leserschaft.

Das Interview können Sie hier im Nachdruck – mit freundlicher Genehmigung von Karin Großmann und der Sächsischen Zeitung nachlesen:

Die Jagd nach dem Beutestück

Matthias Wühle spricht über Tankgutscheine der NVA und das Misstrauen in staatliche Geldpolitik.

Ein Interview der Sächsischen Zeitung vom 12./13. November 2022 mit Matthias Wühle

Manche kennen sich mit alten Geldscheinen aus und manche mit neuen. Für Matthias Wühle aber trifft beides zu. Der gebürtige Leipziger vom Jahrgang 1971 ist Vorsitzender des Vereins Deutscher Geldschein und Wertpapiersammler und Berater für Finanzkommunikation in einer PR-Agentur in Frankfurt am Main. Er unterrichtet dort an der International School of Management und erklärt auch seinen beiden Kindern zu Hause, dass Geld nicht einfach so zu haben ist, sondern mit Leistung zusammenhängt.

Was macht das Sammeln von Geldscheinen reizvoll, für die man nichts kaufen kann?
Dafür gibt es verschiedene Gründe. Ich bin erblich vorbelastet durch meinen Vater. Er hat eine große Sammlung. Und so, wie andere Kinder Bilderbücher anschauten, habe ich in seinen Alben geblättert. Mich haben die Geschichten hinter den Geldscheinen fasziniert. Ich fand es spannend, wenn mein Vater etwa die knallbunten Notgeldscheine erklärte, die von Städten und großen Firmen nach 1914 ausgegeben wurden. Manche Scheine sind zerknittert oder mit Tesafilm geklebt. Auch Gebrauchsspuren erzählen Geschichte.

Ist Vollständigkeit als Ziel jedes Sammlers auf diesem Gebiet überhaupt möglich?
Wer alle deutschen Banknoten sammeln will, wäre sicher überfordert. Man muss sich spezialisieren. Mancher sammelt nur Geldscheine, die nach der Reichsgründung 1871 herauskamen. Da fallen schon mal alle Länderscheine weg. Andere konzentrieren sich auf Geldscheine aus Afrika oder Asien, auf Notgeld, auf Geld aus Gefangenenlagern, auf Polymerbanknoten. Einige Sammler bevorzugen bestimmte Motive, Leuchttürme zum Beispiel. Jeder sucht sich seine Nische.

Welche haben Sie?
Da ich Geschichte studiert habe und dazu Finanz- und Wirtschaftsgeschichte, interessieren mich Zeugnisse, die für historische Ereignisse stehen wie Wechsel, alte Kontoauszüge, Sparkassenbücher. Also alles, was über Banknoten hinausgeht.

Sie sind in der DDR aufgewachsen. Haben Sie noch Scheine aus der Zeit?
Ja, in allen möglichen Ausprägungen. Auch Forumschecks, mit denen DDR-Bürger ab 1979 in den Intershops einkaufen konnten. Neulich habe ich mir Tankgutscheine der NVA besorgt zu eins, fünf und zehn Mark. Da gibt es sehr schöne Exemplare. Damit konnten Panzerfahrer tanken. Interessant ist auch das Verrechnungsgeld, das LPGs zwischen 1963 und 1970 ihren Beschäftigten zahlten. Fast jeder Sammler besitzt DDR-Scheine.

Wo finden Sie das, was Sie interessiert?
Es gibt regelmäßig Vereinstreffen in Zeuthen bei Berlin, zu denen alle ihre Alben mitbringen. Da kann man tauschen. Wertvolle Sachen findet man auf überregionalen Börsen. Manchmal erwischt man auch bei einer Haushaltsauflösung eine Rarität oder im Internet bei Ebay. Wirkliche Leckerbissen lassen sich bei Auktionen entdecken. Da geht es aber um richtig hohe Summen. Begehrt sind zum Beispiel Fehldrucke.

Warum sind unter Geldscheinsammlern fast keine Frauen zu finden?
Manchmal kommen Ehefrauen zu Tauschbörsen mit. Aber es stimmt, die Hardcore-Sammler sind Männer. Vielleicht haben sie mehr Muße als Frauen? Vielleicht opfern sie mehr Freizeit dafür, während Frauen nähen oder häkeln? Da kann ich nur mutmaßen. Vielleicht steckt es uns in den Genen. Denn neben der Vollständigkeit geht es immer auch um eine Rarität, die sonst keiner hat. Die Jagd nach dem Beutestück ist ein starkes Motiv.

Wie Männer früher das Mammut jagten?
Ungefähr so.

Kann es sein, dass sich Frauen ohnehin weniger für Geldtransaktionen interessieren?
Es arbeiten zwar viele Frauen in Banken, aber andere empfinden das Finanzthema vielleicht als trocken und spröde oder als elitär. Das ist es nicht, wenn man sich erst einmal reingefuchst hat.

Angeblich wissen 41 Prozent der Deutschen nicht, was ihr Partner oder ihre Partnerin verdient. Über Geld spricht man nicht. Warum ist das so?
Man will sich keine Blöße geben. Es braucht nur einer bei einer Party zu sagen: Oh, du hast aber teure Zigaretten, und der andere meint, ach, so teuer sind die gar nicht – schon kann eine Missstimmung entstehen. Vergleich macht neidisch. Deshalb wird auch unter Kollegen kaum über das Gehalt gesprochen. Ich kann gut verstehen, dass Frauen empört sind, wenn sie im selben Unternehmen für dieselbe Arbeit weniger verdienen als Männer. Es ist ein schwieriger Prozess, solche Verhältnisse transparent zu machen. Ich weiß, dass manche Männer wenig Wert darauf legen.

Bei Geldanlagen sind Frauen und Männer wohl gleichermaßen vorsichtig. Zu vorsichtig?
Die Aktien-Angst ist in Deutschland größer als in anderen Ländern. Uns steckt wohl das Trauma der Hyperinflation von 1923 noch in den Knochen. Millionen Menschen hatten dem Staat durch Anleihen Geld vorgestreckt für den Ersten Weltkrieg und sahen nun, wie es buchstäblich in Rauch aufging. Um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, druckte der Staat immer mehr Banknoten, die aber durch materielle Werte nicht gedeckt waren. In der Gegenwart verstärkten die Telekom-Aktie und das Platzen der Dotcom-Blase das Misstrauen der Anleger. Sie haben ein großes Sicherheitsbedürfnis. Das kann ich nachvollziehen.

Wenn Bürger kein Vertrauen in die Geldpolitik haben, verlieren sie auch das Vertrauen in den Staat.
Deshalb ist es wichtig, dass es Notenbanken gibt. Sie haben das Monopol, Geld zu drucken und die Kontrolle darüber auszuüben. Viele Menschen finden den Bitcoin attraktiver, denn die Anzahl ist begrenzt und keine Regierung kann sie erhöhen, wenn sie mobilmachen will. Vor jedem Krieg werden die Gelddruckmaschinen angeworfen. Das gilt auch jetzt in der Energiekrise, die im Grunde die Folge eines Krieges ist und als Inflationstreiber wirkt. Manche können ihren Alltag kaum noch finanzieren. Andere treibt die berechtigte Sorge um den Vermögensverlust um.

Was raten Sie?
Ich rate zu gesundem Vertrauen. Aber Misstrauen ist auch nicht verkehrt. Bargeld sollte man sowieso nie horten. Und wer mehr als 10.000 Euro übrig hat, sollte es nicht auf ein Konto legen, sondern investieren, in Immobilien, Aktien, Gemälde – oder in Sammelgeldscheine.

Das Gespräch führte Karin Großmann.

(12/2022)

DGW-Information 2022-2

DGW-Information 2022-2

Die neue DGW-Information 2022-2 ist im September erschienen!
Das aktuelle Informationsheft für Papiergeld- und Wertpapiersammler enthält 44 Seiten, mit durchgängig farbigen Abbildungen im A4-Format. DGW-Mitglieder erhalten das Informationsheft nach Fertigstellung kostenlos per Post zugesandt.
Es ist wie immer ein sehr abwechslungsreiches DGW-Heft mit Beiträgen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Papiergeldes und der Wertpapiere.

Eine Inhaltsübersicht finden Sie auf der Web-Seite des DGW in der Rubrik Publikationen.

Auch ältere Hefte sind noch erhältlich, hier finden Sie eine Liste aller bisher veröffentlichten Artikel seit 2003.
Sind Sie neugierig geworden und möchten das komplette neue Heft oder ältere Ausgaben lesen? Dann wenden Sie sich an den Vorstand des DGW (per Post, E-Mail oder Telefon).

(09/2022)

Veröffentlichungen unserer Mitglieder im Jahr 2022

Bitte beachten Sie weitere Publikationen von DGW-Mitgliedern in der Rubrik Publikationen - unserer Mitglieder

Neuerscheinung 2022:

Hans-Jürg Alfred Dießner „BILLIONENSCHEINE“

Die Ausgaben der deutschen Reichsbank und die Notausgaben der Hochinflation 1923/1924

Hans-Jürg Alfred Dießner: BILLIONENSCHEINE

2023 jährt sich zum 100sten Male die Zeit der unheilvollen Hyperinflation von Juni bis November 1923. Diese Periode war in der deutschen Geschichte eines der schlimmsten Wirtschaftsdesaster der jungen Weimarer Republik. Der enorme Wertverfall der Reichsmark trieb die Preisspirale täglich weiter in die Höhe, bis schließlich im August 1923 die Billionenmarke erreicht wurde.

Seit vielen Jahren ist das Sammeln von Billionenscheinen ein bevorzugtes Gebiet für Notgeld-Sammler aus der ganzen Welt. Es gibt bereits einschlägige Sammler-Literatur von bekannten Autoren aus den vergangenen Jahrzehnten. Allerdings kamen in dieser Zeit unzählige neue Errungenschaften, Meldungen von Sammlern, unbekannte Notgeldscheine oder einfach nur noch nie gesehene Varianten dazu.

Das Resultat ist der neue Katalog des Autors Hans-Jürg Alfred Dießner „Billionenscheine – Die Ausgaben der deutschen Reichsbank und die Notausgaben der Hochinflation 1923/1924“, 1. Ausgabe 2022, Verlag RBnumisbooks.

Auf über 300 farbigen Seiten im A5-Format listet der Autor die bisher bekannten Billionenscheine von A bis Z auf. Jeweils mit Varianten und Wertangabe in Erhaltung I und III, wird dieser Katalog zum Standardwerk eines jeden Geldscheinsammlers werden. Alle wichtigen Informationen sind ins Englische übersetzt worden, um auch internationale Sammler zu begeistern.

Hans-Jürg Alfred Dießner: „BILLIONENSCHEINE“ erschienen im November 2022 bei RBnumisbooks

378 Seiten; Format 148 x 210 mm; durchgehend farbige Abbildungen

Preis: 35,90 € zzgl. Versand
ISBN: 978-3-949958-01-4

Bestellen können Interessierte den Katalog direkt auf der Webseite von RBnumisbooks unter dem Menüpunkt: RBnumisbooks Kataloge.

(11/2022)

Neuerscheinung 2022:

Rainer Geike „Mehrsprachige Geldscheine / Geldscheine als Zeitdokumente“

Rainer Geike: Mehrsprachige Geldscheine

Rainer Geike: „Mehrsprachige Geldscheine / Geldscheine als Zeitdokumente“, 2022
Books on Demand, Norderstedt

137 Seiten
Format 19 x 27 cm
durchgehend farbige Abbildungen

Preis: 29,50 €

ISBN: 9 783 756 21 6826

Mehrsprachige Geldscheine? Wechsel von Sprache und Schrift? Beim Sammeln von Geldscheinen, Münzen oder Briefmarken trifft man auf unterschiedlichste Sprachen und Schriftzeichen. Neben den mehrsprachigen Geldscheinen werden auch einsprachige Geldscheine vorgestellt, bei denen sich die für die Sprache verwendete Schrift geändert hat. Ein Sonderthema ist die „fühlbare“ Kennzeichnung der Scheine so, dass die Wertstufen auch von Sehbehinderten sicher erkannt werden können.

Allgemeinwissen ist es, dass viele verschiedene Sprachen mit der jeweils gleichen Schrift „zu Papier“ gebracht werden können – deutsch, englisch, spanisch und viele andere mit der lateinischen Schrift oder russisch, bulgarisch und serbisch mit der kyrillischen Schrift. Andererseits gibt es Sprachen, die gleichzeitig von verschie¬denen Völkern in unterschiedlichen Schriften geschrieben werden. Ein Beispiel dafür ist Serbo-Kroatisch, die Serben benutzen (überwiegend) das kyrillische und die Kroaten das lateinische Alphabet. Die Abschnitte widmen sich den mehrsprachigen Geldscheinen ...

  • Österreich-Ungarns, Ungarns, der Tschechoslowakei und Jugoslawiens,
  • der UdSSR und deren Nachfolgestaaten, bei letzteren geht es um den Wechsel von kyrillischer zu lateinischer Schrift,
  • im Baltikum, ausgegeben während des Ersten Weltkrieges und kurz danach,
  • vieler Länder von A wie Afghanistan über I wie Indien und Israel bis Z wie Zypern,
  • mit chinesischer Beschriftung, das betrifft die chinesischen Geldscheine selbst, aber auch Geldscheine aus einer Reihe weiterer Länder,
  • der Euro-Zone mit ihrer extrem knappen Beschriftung,
  • mit einer zusätzlichen Kennzeichnung in Blindenschrift.

Bereits bei der Gestaltung der Geldscheine sind Unterschiede zu erkennen. Gibt es zwei gleichberechtigte Sprachen, die in gleicher Größe und wechselnder Reihenfolge angeordnet werden? Dies trifft beispielsweise auf Flämisch und Französisch (Belgien) zu. Gibt es eine Hauptsprache (Russisch in der UdSSR) und viele Zweitsprachen? Oder gibt es eine verbindende Hauptsprache, die Muttersprache keiner Nationalität ist, wie die englische Sprache in Indien?

Jede Aufschrift auf Geldscheinen (und Münzen) ist zugleich Ausdruck eines Herrschaftsanspruchs, ist Dokumentation der jeweils herrschenden Verhältnisse. Deutlicher als bei einer Beschreibung des Ist-Zustandes wird bei Veränderungen des Zustandes die Politik dahinter sichtbar.

Rainer Geike, Jahrgang 1954, im „Hauptberuf“ Dipl.-Ing. für Verfahrenstechnik (gewesen), beschäftigt sich seit über 50 Jahren mit Numismatik und Heraldik. Neben vielen Artikeln sind bisher drei Bücher von ihm erschienen:

(08/2022)

Nachlese

17. September 2022, 10 Uhr: DGW-Sammlertreffen

Am Samstag, den 17. September 2022 fand das dritte DGW-Treffen in diesem Jahr statt. Dazu hat der DGW-Vorstand alle Mitglieder des DGW e.V. aber auch interessierte Gäste eingeladen. Die Teilnehmer trafen sich wie gewohnt ab 9 Uhr in Zeuthen bei Berlin im Schulungsraum der Firma ARTEMON. Beginn der Veranstaltung war um 10 Uhr.

Zu Beginn wurde das noch druckfrische DGW-Informationsheft 2022-2 vorgestellt. Dann standen vereinsinterne Themen auf der Tagesordnung.

Anschließend hielt Frank Scholz einen freien Vortrag zu den Geldscheinen der Alliierten Militärbehörde und den Ausgaben des Oberkommandos der sowjetischen Streitkräfte 1945 und weitere sich daraus ergebende Themen. Die Zuhörer führten eine angeregte Diskussion dazu.

Außerdem nutzten die anwesenden Sammler das Treffen zum Tausch und für Gespräche über ihr Sammelgebiet.

(09/2022)

27. Leipziger Typotage am 14. Mai 2022

»MOVE. Schrift und Bewegung«

27. Leipziger Typotage am 14. Mai 2022

Die Welt ist in Bewegung und mit ihr – die Schrift. Textgestaltung wird immer dynamischer, Ausgabemedien diverser, die Möglichkeiten, Schrift aus ihrer statischen Erscheinung heraustreten zu lassen, nehmen zu. Variable Fonts und dynamische Schriftgestaltung gehören inzwischen zum Alltag. Gleichzeitig ist Schrift in Bewegung kein neues Phänomen. Es beginnt bei Gutenbergs beweglichen Lettern, geht weiter mit den Wandergießern, über den Tausch von Schriften, bis hin zu Schrift in Filmen oder auf elektronischen Anzeigetafeln. Heute wird Schrift animiert, durch optische Täuschungen anders wahrgenommen, wird gesehen, aber auch gespürt (z.B. Braille-Schrift). Wie verändern digitale Möglichkeiten die Arbeit von Schriftgestalter/innen und Designer/innen?

Die Leipziger Typotage sind eine Veranstaltung der Gesellschaft zur Förderung der Druckkunst Leipzig e.V. Seit 1995 findet die Veranstaltung jährlich im Museum für Druckkunst Leipzig statt. Zunächst als zweitägige Veranstaltung konzipiert, konzentriert sich das Programm der Typotage seit 2008 im Wesentlichen auf einen Samstag im Frühjahr. Inhaltliche Schwerpunkte der Tagung sind neben Schrift und Typografie auch Grafik-Design, Kunst, Herstellungstechniken im Printbereich und verwandte Themen.

Die 27. Leipziger Typotage ergründen die Entwicklung der bewegten Schrift und werfen einen Blick in ihre Zukunft. Die Vorträge beschäftigen sich unter anderem mit Schriftforschung, Creative Coding, Schriftdesign und visueller Kommunikation.

Wir freuen uns auf diese sieben Sprecherinnen und Sprecher:

  • Cécile Chavepayre (Paris/Straßburg)
  • Fabian Dornhecker (Leipzig)
  • Irmgard Hesse (München)
  • Anja Lehmann & Ronald Krause (Leipzig)
  • Michale Kreß (Trier)
  • Nikolaus Weichselbaumer (Mainz) und
  • Niteesh Yadav (London)

Die Moderation übernimmt Saskia Kraft, UX-Designerin und Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Druckkunst Leipzig e.V.

Zum Auftakt der Typotage am Vorabend, 13. Mai 2022, nimmt uns Anja Stöffler mit in die Welt der »Moving Types«. Gemeinsam mit Kolleg/innen hat sie ein Archiv visueller Kommunikation aufgebaut, das über 800 Beispiele animierter Schrift und Buchstaben im Film, in der Werbung, im Internet und im öffentlichen Raum versammelt. Bereits 2015 war sie in Leipzig zu Gast und berichten nun darüber, wie sich das Archiv seither entwickelt hat und welche Tendenzen bei den bewegten Typen zu erkennen sind.

Am Sonntag nach den Typotagen finden ein Letterpress-Workshop im Museum für Druckkunst und eine Führung durch die Ausstellung »Dichtung in 3D. Textskulpturen und Gedichtobjekte seit 1960« im Deutschen Buch- und Schriftmuseum statt.

Die Konferenz findet vor Ort im Museum für Druckkunst Leipzig und online statt.

Infos und Anmeldung unter: www.typotage.de

(03/2022)

07. Mai 2022, 10 Uhr: DGW-Sammlertreffen

Am Samstag, den 07. Mai 2022 fand das zweite DGW-Treffen in diesem Jahr statt. Dazu hat der DGW-Vorstand alle Mitglieder des DGW e.V. aber auch interessierte Gäste herzlich eingeladen. Die Teilnehmer trafen sich wie gewohnt ab 9 Uhr in Zeuthen bei Berlin im Schulungsraum der Firma ARTEMON. Beginn der Veranstaltung war um 10 Uhr.

Vortrag: Eberhard Wühle, letzter Teil des Vortragszyklus „Innerdeutsche Beziehungen im Zeitraum der 1990er Jahre“

(05/2022)

DGW-Information 2022-1

DGW-Information 2022-1

Die neue DGW-Information 2022-1 ist im März erschienen!
Das aktuelle Informationsheft für Papiergeld- und Wertpapiersammler enthält 44 Seiten, mit durchgängig farbigen Abbildungen im A4-Format. DGW-Mitglieder erhalten das Informationsheft nach Fertigstellung kostenlos per Post zugesandt.
Es ist wie immer ein sehr abwechslungsreiches DGW-Heft mit Beiträgen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Papiergeldes und der Wertpapiere.

Eine Inhaltsübersicht finden Sie auf der Web-Seite des DGW in der Rubrik Publikationen.

Auch ältere Hefte sind noch erhältlich, hier finden Sie eine Liste aller bisher veröffentlichten Artikel seit 2003.
Sind Sie neugierig geworden und möchten das komplette neue Heft oder ältere Ausgaben lesen? Dann wenden Sie sich an den Vorstand des DGW (per Post, E-Mail oder Telefon).

(03/2022)

19. Februar 2022, 10 Uhr: Jahresversammlung mit Wahl des Vorstandes

Am Samstag, den 19. Februar 2022 fand trotz wiedriger Wetterumstände das erste DGW-Sammlertreffen in diesem Jahr statt. Dazu hat der DGW-Vorstand alle Mitglieder des DGW e.V. aber auch interessierte Gäste herzlich eingeladen. Die Teilnehmer trafen sich wie gewohnt ab 9 Uhr in Zeuthen bei Berlin im Schulungsraum der Firma ARTEMON (unter besonderer Berücksichtigung der Coronavorsichtsmaßnahmen nach der 2G-Regel). Beginn der Veranstaltung war um 10 Uhr.

Turnusmäßig wurde die Wahl des Vorstandes durchgeführt.

Der neu gewählte Vorstand:

  • Dr. Matthias Wühle (Vorsitzender)
  • Klaus-Dieter Grebhahn (1. Stellv. Vorsitzender und Schatzmeister)
  • Frank Scholz (2. Stellv. Vorsitzender und Redakteur)

(01/2022, Update 02/2022)